Nach Platz 6 in Melk greifen unsere Damen beim Bundesligafinale an

Das Verletzungspech erwischete die SG Leoben/Linz beim vorletzten Bundesligaturnier in Melk. Mit Jasmin Heller und Stefanie Streit fielen während dem Turnier zwei Spielerinnen verletzt aus und dies machte sich leider beim Endergebnis bemerkbar. An die starke Leistung in Innsbruck konnte nicht angeschlossen werden und somit beendeten die Damen das Turnier auf dem doch etwas enttäuschenden sechsten Rang.


Melk.JPG-ARC Leoben

Zu dem Turnier in Melk fuhren 5 Spielerinnen des ARC Leobens um im Rahmen der Spielgemeinschaft Leoben/Linz wieder um Punkte zu kämpfen. In der Gruppenphase mussten wir uns dem amtierendem Meister RU Donau Wien I, dem RC Graz und den Gästen aus Slowenien, dem RAK Olimpija Laibach, stellen.

In der ersten Partie gegen die Gäste aus Slowenien startete man hochmotiviert, allerdings konnte man sich diesmal nicht durchsetzen, wobei hier nicht das körperbetonte Spiel der Sloweninnen sondern Abstimmungs- bzw. Individualfehler im eigenem Team die Gründe waren. Durch ein Aufbäumen in der zweiten Spielhälfte gelang es noch Punkte anzuschreiben und etwas Ergebniskosmetik zu betreiben (Endstand 5:17).

Als nächstes Stand gleich die RU Donau I Mauer, wie es der Kommentator nannte, als Gegner am Platz. Hier war wie zu erwarten nichts zu holen und man musste sich dem amtierendem Meister 0:59 geschlagen geben. Die Donau Damen schafften es wieder fast ganze Turnier ohne Gegentry zu bleiben.

Hochmotiviert sich zu verbessern, startete man in das zweite Spiel gegen den RC Graz. Durch den neuen Turniermodus war dies das erst Spiel gegen die Grazerinnen seit einiger Zeit. Doch hier mussten wir die erste Verletzung hinnehmen. Unserer Center Jasmin Heller bekam einen heftigen Schlag auf das Knie und konnte das restliche Turnier nicht mehr spielen, was ein herber Rückschlag für die Spielgemeinschaft Leoben/Linz darstellte. Obwohl wir uns dagegen stemmten so gut es ging, mussten wir die dritte Niederlage des Tages verkraften. (Endstand 0:28)

In den Platzierungsspielen trafen wir zuerst auf die B-Mannschaft der RU Donau Wien. Hier mussten wir gleich das nächste Verletzungsopfer beklagen. Wing Stefanie Streit verletzte sich bei einem Tackle schwer am Knöchel. Nun waren zwei Schlüsselspielerinnen der Spielgemeinschaft ausgefallen. Das üblicherweise sehr enge Spiel gegen die Donau B Mannschaft war nun eine klare Sache, da sie gekonnt die Unsicherheiten der unerfahrenen Spielerinnen ausnutzen konnten.  Der Team-und Kampfgeist der Damen spiegelte sich im 0:49-Endstand leider nicht wider.

Im letzten Spiel startete man gegen die Gastgeber, die Spartans aus Melk. Ein äußerst körperbetontes Spiel, mit der vollen Wut im Bauch nach 4 verlorenen Spielen wollte man zu mindestens dieses Spiel um Platz 6 für sich entscheiden. Es war ein wirklich hartes Spiel in dem man sich nichts schenkte und um jeden Zentimeter kämpfte.  Schlussendlich konnten wir es dann doch noch knapp mit 12:7 für uns entscheiden.

Coach Katharina Kueß war mit den Verletzungen und Ergebnissennicht glücklich, allerdings war sie sehr stolz auf den Teamgeist, den gerade die Neulinge der ARC Leoben Damen zeigten. Kerrin Witt absolvierte ihr erstes Turnier und wurde gleich beim ersten Körperkontakt mit einem "High Tackle" zu Boden gebracht. Folgerichtig erhielt die gegnerische Spielerin sofort eine gelbe Karte (zwei Minuten Zeitstrafe). Kerrin ließ sich doch nicht abschrecken, schmiss sich in alle Tackles und lief einige sehr gute Angriffe über den Wing, die ihr volles Potenzial erahnen ließen. Miriam Salomon steigerte sich auch trotz Knieproblemen wieder, biss sich durch und zeigte echtes Bergzwergenherz.

Am kommenden Samstag (4.6. ab 11 Uhr) geht es zum Staatsmeisterschaftsfinale nach Wr. Neustadt. Die verletzungsbedingten Ausfälle werden allerdings ein großes Loch in die Spielgemeinschaft reißen

Turnierergebnis:
1. RU Donau Wien I
2. RC Graz
3. WRC Innsbruck
4. RU Donau Wien II
5. RAK Olimpija Laibach
6. SG Leoben/Linz
7. Spartans RUC Melk